
Es gibt zwei Hauptkategorien von Bilddateien: Rastergrafiken (bestehend aus Pixeln) und Vektorgrafiken (bestehend aus mathematischen Formeln).
WordPress unterstützt standardmässig die wichtigsten Web-Bildformate wie JPEG, PNG, GIF, WebP und AVIF. Aus Sicherheitsgründen ist das beliebte Vektorformat SVG im Standardumfang blockiert, kann aber leicht freigeschaltet werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Nachstehend sehen Sie eine Übersicht der am häufigsten genutzten Bildformate und deren Verwendungszweck:
- JPEG / JPG: Ideal für Fotos. Es bietet eine starke Komprimierung bei guter Qualität, unterstützt aber keine Transparenz.
- PNG: Perfekt für Logos, Grafiken und Screenshots. Es unterstützt transparente Hintergründe und ist verlustfrei, umfasst aber oft ein grösseres Dateivolumen.
- WebP: Das moderne Standardformat für das Web. Es bietet hervorragende Komprimierung bei hoher Qualität und unterstützt Transparenz sowie Animationen.
- AVIF: Der neueste Bildstandard. Es komprimiert noch besser als WebP bei minimalem Qualitätsverlust.
- GIF: Hauptsächlich für einfache, animierte Bilder und Grafiken mit wenigen Farben gedacht.
- SVG: Ein Vektorformat für Logos und Icons. Es lässt sich ohne Qualitätsverlust unendlich skalieren.
- TIFF / RAW / PSD: Professionelle Formate für Druck und Bildbearbeitung. Diese Dateien sind riesig und unkomprimiert.
Der Inhalt dieses Blogbeitrags wurde teilweise mit Hilfe von Google KI (Gemini) erstellt.
Von WordPress unterstützte Bildformate
WordPress unterscheidet zwischen nativ erlaubten Formaten und Formaten, die aus Sicherheitsgründen Anpassungen erfordern.
Standardmässig unterstützte Formate
Diese Dateien kann man direkt in die WordPress-Mediathek hochladen:
- .jpg / .jpeg
- .png
- .gif
- .webp (seit WordPress 5.8 nativ unterstützt)
- .avif (seit WordPress 6.5 nativ unterstützt)
- .ico (für Favicons)
Nachstehend finden Sie detaillierte Informationen zu diesen Bildformaten.
.jpg / .jpeg (Joint Photographic Experts Group)

Quelle: Masahito Takizawa
Das Bildformat .jpeg / .jpg (Joint Photographic Experts Group) ist das weltweit am häufigsten genutzte Format für digitale Fotos und Webgrafiken.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Verlustbehaftete Kompression: Das Format verkleinert Dateien radikal, indem es für das menschliche Auge kaum sichtbare Farbinformationen unwiderruflich löscht.
- Hohe Effizienz: Es bietet das beste Verhältnis zwischen geringer Dateigrösse und akzeptabler Bildqualität, was ideal für schnelle Ladezeiten im Internet ist.
- Maximale Kompatibilität: Nahezu jedes Gerät, Betriebssystem, Webbrowser und Bildbearbeitungsprogramm kann JPEG-Dateien ohne Zusatzsoftware öffnen und speichern.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Komplexe Bilder mit vielen Farben und sanften Verläufen, wie beispielsweise digitale Fotografien.
- Ungeeignet für: Grafiken mit harten Kanten, Text, Logos oder transparenten Hintergründen (hier entstehen unschöne Pixel-Artefakte; besser nutzt man dafür .png).
- Keine Transparenz: JPEG unterstützt im Gegensatz zu PNG keine transparenten Bildbereiche; diese werden automatisch weiss gefüllt.
.png (Portable Network Graphics)
Das Bildformat .png (Portable Network Graphics) ist der Standard für digitale Grafiken, Logos und Bildschirmfotos, bei denen es auf exakte Details ankommt.
Mit diesem Dateiformat kann man transparente Hintergründe erstellen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Verlustfreie Kompression: Das Format verkleinert Dateien, ohne dass Bildinformationen oder Qualität verloren gehen. Das Bild bleibt beim Speichern immer absolut scharf.
- Transparenz (Alphakanal): PNG unterstützt transparente Hintergründe. Objekte oder Logos können dadurch perfekt über andere Hintergründe gelegt werden.
- Grössere Dateien: Aufgrund der verlustfreien Speicherung sind PNG-Dateien bei Fotos deutlich grösser als JPEGs.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Logos, Icons, Textgrafiken, Diagramme und Bilder mit transparenten Bereichen oder harten Farbkanten.
- Ungeeignet für: Web-Fotografie. Für hochauflösende Fotos sind die Dateigrössen im Internet oft zu gross, was die Ladezeiten verlängert.
- Kein CMYK: PNG unterstützt standardmässig keinen CMYK-Farbraum und ist daher für den professionellen Offset-Druck ungeeignet.
.gif (Graphics Interchange Format)

Quelle: Samariter Verein Gebenstorf
Das Bildformat .gif (Graphics Interchange Format) ist ein älteres, aber nach wie vor extrem populäres Format, das vor allem für einfache Animationen im Internet genutzt wird.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Animationen: Es ist das einzige klassische Web-Bildformat, das bewegte Bilder (Animationen in einer Dauerschleife) nativ und ohne Videoplayer abspielen kann.
- Farbbegrenzung: Ein GIF kann maximal 256 Farben gleichzeitig darstellen, weshalb es für Farbverläufe oder Fotos ungeeignet ist.
- Verlustfreie Kompression: Bei Grafiken mit wenigen Farben komprimiert das Format ohne Qualitätsverlust, die Dateien bleiben sehr klein.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Kurze, stumme Video-Meme-Schnipsel, einfache Web-Animationen, Pixel-Art und Logos mit sehr wenigen Farben.
- Einfache Transparenz: Es unterstützt Transparenz, allerdings nur „ganz oder gar nicht“ (keine weichen Halbtransparenzen wie bei PNG; Kanten wirken oft pixelig).
- Veraltete Technik: Für moderne, hochauflösende Animationen ist es technologisch veraltet und wird zunehmend durch effizientere Formate wie .webp oder .mp4 ersetzt.
.webp (WebP)

Quelle: Simo99 – Eigenes Werk, CC BY 4.0
Das Bildformat .webp ist ein modernes, von Google entwickeltes Format, das speziell für die Nutzung im Internet optimiert wurde.
.webp wird von WordPress seit der Version 5.8 nativ unterstützt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Überragende Kompression: Es komprimiert Bilder bei gleicher Qualität deutlich stärker als JPEG oder PNG, wodurch Websites viel schneller laden.
- Alles-in-einem-Format: WebP vereint die besten Eigenschaften anderer Formate: Es unterstützt verlustbehaftete und verlustfreie Kompression, Transparenz und Animationen.
- Heutiger Web-Standard: Fast alle modernen Webbrowser und Content-Management-Systeme (wie WordPress) unterstützen WebP nativ.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Alle Grafiken und Fotos auf Websites, um Speicherplatz und Datenvolumen zu sparen.
- Volle Flexibilität: Es ersetzt JPEG für Fotos (da 25–34 % kleiner) und PNG für transparente Grafiken (da 26 % kleiner).
- Ungeeignet für den Druck: Für den professionellen Druck oder die Offline-Bildbearbeitung fehlen WebP die nötigen Farbräume und die extreme Detailtiefe von RAW- oder TIFF-Dateien.
Aktuelle Browser-Unterstützung (ca. 96 % Abdeckung weltweit)
- Unterstützt von: Allen aktuellen Versionen von Google Chrome, Mozilla Firefox, Apple Safari, Microsoft Edge und Opera (sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone).
- Nicht unterstützt von: Dem veralteten Internet Explorer sowie sehr alten Versionen des Apple-Betriebssystems (Safari unter macOS vor Version 11 oder iOS vor Version 14).
.avif (AV1 Image File Format)

Quelle: Alliance for Open Media
Das Bildformat .avif (AV1 Image File Format) ist der neueste und modernste Standard für komprimierte Web-Bilder und übertrifft selbst das WebP-Format.
.webp wird von WordPress seit der Version 6.5 nativ unterstützt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Beste Kompression der Welt: Es bietet die derzeit effizienteste Kompression und reduziert die Dateigrösse im Vergleich zu JPEG um bis zu 50 % – bei absolut identischer oder besserer Bildqualität.
- Extreme Farbtiefe: Im Gegensatz zu JPEG (8-Bit) unterstützt AVIF eine Farbtiefe von bis zu 12-Bit sowie HDR (High Dynamic Range) für extrem kontrastreiche und lebendige Bilder.
- Alles-Könner: Es beherrscht verlustfreie und verlustbehaftete Kompression, transparente Hintergründe (wie PNG) und Animationen (wie GIF).
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Hochmoderne Websites und mobile Apps, bei denen es auf minimale Ladezeiten und gestochen scharfe Bilder ankommt.
- Weniger Bildfehler: Bei sehr starker Kompression entstehen kaum unschöne Block-Artefakte wie bei JPEGs; das Bild wird stattdessen nur leicht weicher gezeichnet.
- Hoher Rechenaufwand: Das Erstellen (Enkodieren) von AVIF-Dateien benötigt beim Speichern deutlich mehr Rechenleistung und Zeit als ältere Formate.
Aktuelle Browser-Unterstützung (ca. 93–94 % Abdeckung weltweit)
- Unterstützt von: Allen modernen Versionen von Chrome, Firefox, Edge, Opera sowie Safari (seit macOS 13 Ventura und iOS 16).
- Nicht unterstützt von: Älteren iPhones, iPads oder Macs, die seit ein paar Jahren kein Software-Update mehr erhalten haben, sowie Altsystemen.
.ico (für Favicons)
Das Bildformat .ico (Icon) ist ein spezielles Containerformat, das primär für Symbole und Icons in Microsoft Windows sowie im Web verwendet wird.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Multi-Inhalt-Container: Eine einzige .ico-Datei kann dasselbe Bild in mehreren Auflösungen (z. B. 16×16, 32×32, 48×48 Pixel) und Farbtiefen gleichzeitig speichern. Das System wählt automatisch die passende Grösse aus.
- Das klassische Favicon: Im Web ist .ico das traditionelle Format für das Favicon – das kleine Logo, das im Browser-Tab links neben dem Seitentitel oder in den Lesezeichen angezeigt wird.
- Transparenz: Es unterstützt transparente Hintergründe, was für freigestellte App- und Web-Icons zwingend erforderlich ist.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Website-Favicons (für maximale Kompatibilität mit uralten Browsern) und Desktop-Icons für Windows-Anwendungen.
- Ungeeignet für Inhalte: Völlig unbrauchbar für normale Bilder, Grafiken oder Fotos auf einer Website, da es strikt auf kleine, quadratische Icons ausgelegt ist.
- Moderne Konkurrenz: Im modernen Webdesign wird das .ico-Favicon zunehmend durch das flexiblere .png oder das unendlich skalierbare .svg abgelöst.
Bezug zu WordPress
- WordPress unterstützt das Hochladen von .ico-Dateien in die Mediathek. Für das Favicon (in WordPress genannt „Website-Icon“) empfiehlt WordPress heute jedoch offiziell ein quadratisches .png mit mindestens 512×512 Pixeln. WordPress generiert daraus im Hintergrund alle nötigen Grössen selbstständig.
Nicht standardmässig unterstützte Formate
Das Vektorformat .svg wird von WordPress blockiert, da SVG-Dateien XML-Code enthalten. Dieser Code kann Schadsoftware (wie Cross-Site-Scripting) verbergen.
Man kann SVG-Dateien jedoch sicher nutzen, indem man:
- Ein entsprechendes vertrauenswürdiges Sicherheits-Plugin installiert.
- Den Code manuell über die Datei functions.php des verwendeten Themes freischaltet (nur für erfahrene Nutzer empfohlen).
.svg (Scalable Vector Graphics)

Quelle: W3C SVG Logo
Das Bildformat .svg (Scalable Vector Graphics) ist das Standardformat für zweidimensionale Vektorgrafiken im Internet und basiert auf XML-Textcode.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unendlich skalierbar: Da es mathematische Formen (Linien, Kurven, Punkte) statt starrer Pixel speichert, bleibt es bei jeder Vergrösserung absolut gestochen scharf.
- Extrem kleine Dateien: Für einfache Grafiken und Logos benötigt SVG nur minimale Dateigrössen, was die Ladezeiten von Webseiten drastisch verkürzt.
- Code statt Pixel: Eine SVG-Datei ist im Grunde ein Textdokument. Sie kann direkt im HTML-Code einer Website platziert, per CSS gestylt und per JavaScript animiert werden.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Logos, Icons, Benutzeroberflächen (UI), Illustrationen und responsive Web-Grafiken, die auf Smartphones wie auf Riesenbildschirmen scharf sein müssen.
- Ungeeignet für Fotos: Für komplexe Bilder mit Millionen von Details und feinen Farbverläufen (wie Fotografien) ist SVG komplett ungeeignet. Die Dateien würden riesig werden.
- Transparenz inklusive: SVG unterstützt transparente Hintergründe und teiltransparente Elemente von Natur aus perfekt.
Von WordPress nicht unterstützte Bildformate
Übersicht der nicht unterstützten Formate
Folgende Bildformate können nicht in die Mediathek von WordPress hochgeladen werden:
- .heic
- .bmp
- .tiff
- .raw
- .psd
Diese müssen zuerst in Web-Formate wie JPEG oder WebP umgewandelt werden, bevor ein Upload möglich ist.
Die entsprechenden Bildformate werden unten stehend detailliert beschrieben.
.heic / .heif (High Efficiency Image File Format)
Das Bildformat .heic (High Efficiency Image Container) ist ein modernes Format für Fotos, das vor allem durch Apple-Geräte ab iOS 11 bekannt wurde und auf dem HEVC-Videocodec basiert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Halbe Dateigrösse: Es komprimiert Fotos doppelt so effizient wie das alte JPEG-Format – bei gleicher oder sogar besserer Bildqualität.
- Höhere Farbtiefe: Während JPEG nur 8-Bit-Farben nutzt, unterstützt HEIC bis zu 16-Bit und fängt damit feine Farbverläufe und HDR-Details viel besser ein.
- Praktischer Container: Eine einzige HEIC-Datei kann mehrere Bilder (z. B. für Apple Live Photos oder Serienbilder), Bearbeitungsschritte und Tiefeninformationen speichern.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Das platzsparende Fotografieren und Archivieren von Bildern auf Smartphones und modernen Kameras (z. B. von Apple, Samsung oder Sony).
- Verlustfreie Bearbeitung: Drehungen oder Zuschnitte können direkt im Container gespeichert und später ohne Qualitätsverlust rückgängig gemacht werden.
- Kompatibilitätsprobleme: Ausserhalb der Apple-Welt (z. B. auf älteren Windows-PCs oder im Web) lassen sich HEIC-Dateien oft nicht direkt öffnen und müssen zuerst konvertiert werden.
Verwendung in WordPress
- HEIC-Dateien (das Standard-Fotoformat von Apple-Geräten) werden seit der WordPress-Version 6.7 automatisch unterstützt, verhalten sich aber im Hintergrund anders als normale Bilder.
Da Webbrowser das HEIC-Format nativ nicht direkt anzeigen können, hat WordPress eine automatische Server-Umwandlung integriert.
Damit diese automatische Konvertierung reibungslos klappt, muss das Webhosting eine technische Voraussetzung erfüllen:- Der Server benötigt das PHP-Modul ImageMagick (Imagick) in einer aktuellen Version, die HEIC-Dateien verarbeiten kann.
.bmp (Bitmap)
Das Bildformat .bmp (Bitmap) ist eines der ältesten digitalen Bildformate und wurde von Microsoft für das Windows-Betriebssystem entwickelt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unkomprimierte Rohdaten: Das Format speichert Bilddaten Pixel für Pixel nahezu ohne Kompression ab, wodurch alle Bilddetails exakt erhalten bleiben.
- Riesige Dateigrössen: Da die Daten kaum komprimiert werden, sind BMP-Dateien im Vergleich zu JPEG oder PNG extrem gross.
- Hohe Kompatibilität: Jedes Windows-System und fast alle Grafikprogramme können BMP-Dateien problemlos lesen und schreiben.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Die interne Verarbeitung in älteren Windows-Programmen oder als simples Zwischenformat bei der Bildbearbeitung.
- Ungeeignet für das Web: Wegen der enormen Dateigrössen führt BMP im Internet zu extrem langen Ladezeiten und wird dort praktisch nicht genutzt.
- Keine Extras: Es unterstützt weder Animationen (wie GIF) noch moderne Transparenzen im Web (wie PNG).
.tiff (Tagged Image File Format)
Das Bildformat .tiff (Tagged Image File Format) ist der absolute Qualitätsstandard im professionellen Druck und in der High-End-Bildarchivierung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Verlustfreie Spitzenqualität: TIFF speichert Bilder ohne jeglichen Qualitätsverlust (oft komplett unkomprimiert oder per LZW-Kompression) und bewahrt jedes noch so kleine Detail.
- Perfekt für den Druck: Es unterstützt den CMYK-Farbraum nativ, was für den professionellen Offset-Druck zwingend erforderlich ist, um Farbabweichungen zu vermeiden.
- Enorme Dateigrössen: Da maximale Qualität im Vordergrund steht, sind TIFF-Dateien riesig und verbrauchen extrem viel Speicherplatz.
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Druckereien, Verlage, hochauflösende Scans und das Archivieren von wertvollen Bilddaten, die niemals an Qualität verlieren dürfen.
- Ungeeignet für das Web: Wegen der enormen Dateigrösse sind TIFFs im Internet unbrauchbar. Zudem werden sie von den meisten Webbrowsern gar nicht erst direkt angezeigt.
- Ebenen und Transparenz: Ähnlich wie PSD-Dateien kann TIFF mehrere Ebenen, Alphakanäle (Transparenzen) und Bearbeitungsschritte in einer einzigen Datei speichern.
Bezug zu WordPress
- Für WordPress-Websites ist TIFF komplett ungeeignet. WordPress blockiert den Upload von TIFF-Dateien in die Mediathek aus Sicherheits- und Performancegründen standardmässig. Bevor Sie ein Bild in WordPress hochladen, muss man es zwingend in ein webtaugliches Format wie .webp oder .jpeg konvertieren.
.raw (Rohdatenformat)
Das Bildformat .raw (Rohdatenformat) ist das „digitale Negativ“ in der Fotografie und speichert die unberührten Daten direkt vom Bildsensor einer Kamera.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unverarbeitete Daten: Im Gegensatz zu JPEG nimmt die Kamera beim RAW-Format keine automatischen Anpassungen (wie Kontrast oder Schärfe) vor.
- Maximaler Dynamikumfang: Es speichert extrem viele Details in sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen sowie Milliarden von Farben (12 bis 14 Bit statt 8 Bit bei JPEG).
- Kein einheitlicher Standard: Jeder Kamerahersteller nutzt ein eigenes RAW-Format mit eigener Endung (z. B. .CR2 bei Canon, .NEF bei Nikon, .ARW bei Sony).
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Professionelle Fotografie und intensive Bildbearbeitung, da Belichtung und Weissabgleich nachträglich ohne Qualitätsverlust korrigiert werden können.
- Riesige Dateien: RAW-Dateien sind um ein Vielfaches grösser als JPEGs und belegen sehr viel Speicherplatz.
- Aufwendiger Workflow: RAW-Bilder können nicht direkt im Web geteilt werden; sie müssen immer zuerst in einem „RAW-Konverter“ (z. B. Adobe Lightroom) entwickelt und exportiert werden.
.psd (Photoshop Document)
Das Bildformat .psd (Photoshop Document) ist das native Speicherformat von Adobe Photoshop und der Standard für die professionelle Bildbearbeitung und das Grafikdesign.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ebenen-basiertes Arbeiten: Es speichert alle Elemente eines Bildes (Texte, Formen, Filter, Masken) in separaten Ebenen ab, sodass jedes Detail auch nachträglich jederzeit verändert werden kann.
- Verlustfreie Speicherung: Das Format komprimiert Daten ohne jeglichen Qualitätsverlust, wodurch alle Details, Farbinformationen und Transparenzen exakt erhalten bleiben.
- Riesige Dateigrössen: Aufgrund der vielen gespeicherten Ebenen und Metadaten werden PSD-Dateien extrem gross (begrenzt auf maximal 2 Gigabyte).
Stärken und Schwächen
- Ideal für: Den laufenden Arbeitsprozess (Workflow) beim Designen, Retuschieren, Erstellen von Composings und Archivieren von Projekten.
- Ungeeignet für das Web: PSD-Dateien können von Webbrowsern nicht direkt angezeigt werden; sie müssen für die Verwendung im Internet immer zuerst exportiert werden (z. B. als JPEG, PNG oder WebP).
- Eingeschränkte Kompatibilität: Das Format ist proprietär. Ausserhalb von Adobe-Programmen lässt es sich oft nur über spezielle Software (wie GIMP oder Affinity Photo) mit Einschränkungen öffnen.
Zusammenfassung
Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung aller oben genannten Bildformate direkt bezogen auf ihren Nutzen und ihre Unterstützung in WordPress:
Die Web-Standards (ideal für WordPress)
- .webp: Der aktuelle Standard. WordPress unterstützt WebP vollautomatisch. Es lädt blitzschnell und spart massiv Speicherplatz auf Ihrem Server.
- .jpeg / .jpg: Der Klassiker. Perfekt für Fotos. WordPress erstellt beim Hochladen automatisch verschiedene Grössen (Thumbnails) daraus.
- .png: Unverzichtbar für Transparenz. Ideal für Logos und Icons auf Ihrer Website. Dateien sind jedoch grösser als WebP oder JPEG.
- .svg: Perfekt für scharfe Logos. Aus Sicherheitsgründen (Schadcode-Risiko in XML) blockiert WordPress SVG-Uploads standardmässig. Lässt sich aber über sichere Plugins (z. B. Safe SVG) problemlos freischalten.
Die modernen Nachfolger & Spezialfälle (eingeschränkte Nutzung)
- .avif: Die Zukunft. WordPress unterstützt AVIF nativ (seit Version 6.5), sofern Ihr Webhoster die Server-Bibliothek bereitstellt. Bietet die beste Kompression aller Formate.
- .gif: Für Animationen. Wird unterstützt. Wichtig: Ändern Sie die Bildgrösse nicht im WordPress-Editor, da die Animation sonst dauerhaft stoppt. Immer in „Originalgrösse“ einbinden.
- .ico: Das alte Favicon. Kann in die Mediathek geladen werden. WordPress empfiehlt für das „Website-Icon“ heute aber offiziell ein quadratisches .png (512×512 Pixel) und konvertiert dieses selbst.
Ungeeignet für WordPress (die Dateien müssen zuerst konvertiert werden)
- .heic: Apple-Fotos. WordPress kann HEIC-Dateien von iPhones standardmässig nicht im Web anzeigen. Sie müssen vor dem Upload in JPEG oder WebP umgewandelt werden (manuell oder über spezielle Optimierungs-Plugins).
- .raw: Kamera-Rohdaten. Völlig ungeeignet für WordPress. Die Dateien sind viel zu gross und kein Webbrowser kann sie anzeigen. Müssen vorab in Lightroom oder Photoshop entwickelt werden.
- .tiff: Das Druck-Format. Komplett ungeeignet für das Web. Die Dateien sind riesig und Webbrowser können sie nicht anzeigen. WordPress blockiert den Upload standardmässig.
- .psd: Arbeitsdateien. Photoshop-Dokumente können nicht in WordPress-Seiten eingebunden werden. Sie dienen nur Ihrem lokalen Design-Workflow.
- .bmp: Veraltet. BMP-Dateien blockieren durch ihre enorme Grösse die Ladezeit Ihrer Website und haben im modernen Webdesign nichts mehr zu suchen.



